KI-gestützte 100%-Kontrolle direkt an Ihrer Linie. Das System lernt den Normalzustand aus Gutteilen, macht Abweichungen davon sichtbar – auch völlig neue Fehlerbilder – und gibt ein OK/NOK-Signal an Ihre Steuerung. Ohne Cloud, ohne Sammeln und Labeln von Fehlerbildern.
Klassische Systeme brauchen hunderte Beispiele jedes Fehlers. Gelernt wird hier ausschliesslich, wie ein gutes Prüfobjekt aussieht.
Die Auswertung läuft im Betrieb lokal auf Industrie-Hardware an der Linie. Keine Cloud, keine externen Server.
Der Einstieg ist eine einzelne Prüfposition, keine Anlage. Je weitere Position kommt eine Softwarelizenz dazu.
Verändern sich Produkt oder Aufnahmebedingungen schleichend, kann die Erkennungsleistung nachlassen. Das System erkennt solchen Drift und macht ihn sichtbar; ein Nachtraining dauert Minuten.
Die Trennlinie zwischen «erkannt» und «Fehlalarm» wird pro Produkt eingestellt. Je deutlicher sich Gut und Schlecht unterscheiden, desto robuster die Trennschärfe.
Kamera, Beleuchtung und Aufnahmegeometrie sind Teil der Auslegung und werden passend zur Prüfaufgabe spezifiziert, statt dem Zufall überlassen.
| Erkennungsleistung | Wird nicht pauschal angegeben. Trennschärfe hängt von Prüfobjekt, Fehlerbild und Aufnahmequalität ab und wird im Detektierbarkeits-Test an Ihren eigenen Bildern ermittelt – vor jeder Investitionsentscheidung. |
|---|---|
| Prüfumfang | 100 % der zugeführten Prüfobjekte, keine Stichprobe. |
| Prüfperspektiven | Bis zu zwei – zwei Ansichten eines Prüfobjekts oder zwei unabhängige Prüfpositionen, auch asynchron. |
| Kleinste detektierbare Abweichung | Rund 6 Pixel in der Auswerteauflösung – bei 120 mm Sichtfeld auf 1200 Pixel Breite entspricht das etwa 0,6 mm. Kamera, Objektiv und Arbeitsabstand werden auf die kleinste relevante Fehlergrösse ausgelegt. |
| Im Lieferumfang | Prüfsoftware auf der passenden Industrie-Hardware, Inbetriebnahme an Ihrer Prüfposition, Anlernen auf Ihre Prüfobjekte, Schulung Ihrer Bediener. |
|---|---|
| Beim Betreiber | Beschaffung und Einbau der Hardware, mechanische Integration, elektrischer Anschluss, Anbindung an die Steuerung. |
| Erweiterung | Je weitere Prüfposition eine zusätzliche Softwarelizenz. |
| Auswertungsdauer | 12 bis 150 ms je Prüfung, abhängig vom eingesetzten Auswerterechner. Der Wert bezeichnet die reine Auswertung eines bereits aufgenommenen Bildes (Inferenz). Bildaufnahme, Übertragung und Signalausgabe kommen anwendungsabhängig hinzu und werden bei der Auslegung der Prüfposition berücksichtigt. |
|---|---|
| Maximale Prüfrate | Auf entsprechend ausgelegter Hardware bis zu 80 Prüfungen je Sekunde. Den Gesamttakt begrenzt in der Regel nicht die Auswertung, sondern das Zuführen und das Ausschleusen erkannter Schlechtteile. |
| Kamera | Nicht auf ein Fabrikat festgelegt. Eingesetzt werden industrietaugliche Kameras – bisher Modelle von IDS mit USB-Anbindung. Die Auswahl erfolgt anwendungsspezifisch im Rahmen der Auslegung. |
|---|---|
| Auflösung und Bildsensor | Typisch 1 bis 5 Megapixel, monochrom; Farbe dort, wo das Fehlerbild es erfordert. Massgeblich ist, dass die kleinste relevante Fehlergrösse mit mindestens rund 6 Pixeln abgebildet wird. |
| Objektiv, Arbeitsabstand, Sichtfeld | Anwendungsspezifisch ausgelegt. Voraussetzung ist eine vibrationsarme Montage von Kamera und Beleuchtung – Schwingungen an der Prüfposition wirken sich unmittelbar auf die Erkennung aus. |
| Beleuchtung | Gesamtausleuchtung für ein schattenfreies Bild oder perspektivenspezifisch – je nach Anwendung. Blitz- oder Dauerlicht, Ansteuerung 24 V. Empfohlen wird diffuses LED-Ring- oder -Stablicht; die Auswahl richtet sich nach Prüfobjekt und Fehlerbild. |
| Positionierung | Prüfposition mit geringer Positionsvarianz – das Prüfobjekt muss nicht exakt liegen, aber immer ähnlich. |
| Plattform | Die Auswertung läuft auf handelsüblicher Industrie-Hardware. Bauform, Rechenleistung, Versorgung und Leistungsaufnahme, Abmessungen sowie Schutzart und zulässige Umgebungsbedingungen ergeben sich aus der bei der Auslegung gewählten Konfiguration und werden im Angebot festgehalten. |
|---|---|
| Betriebssystem und Pflege | Windows. Pflege des Betriebssystems und Netzwerkeinbindung liegen beim Betreiber; Aktualisierungen der Prüfsoftware liefere ich. |
| Einfluss auf die Prüfrate | Die gewählte Rechenleistung bestimmt, wo innerhalb der 12 bis 150 ms je Prüfung Ihre Anwendung liegt. |
| Schutzart, Temperatur, Luftfeuchte | Ergeben sich aus der gewählten Hardware-Konfiguration – siehe «Auswerterechner». |
|---|---|
| Vibration und Fremdlicht | Kamera und Beleuchtung sind vibrationsarm zu montieren; ständig wechselndes Fremdlicht an der Prüfposition ist auszuschliessen oder abzuschirmen. Das System überwacht die Aufnahmebedingungen laufend und warnt, bevor eine schleichende Veränderung die Erkennung beeinträchtigt. |
| Ergebnisausgabe | OK/NOK-Signal an die Steuerung über Modbus TCP oder digitale I/O. |
|---|---|
| Modbus TCP | Das System stellt Ergebnis, Status und Watchdog als Modbus-TCP-Register bereit. Die Registerbelegung wird bei der Inbetriebnahme dokumentiert und auf die Steuerung des Betreibers abgestimmt. |
| Digitale I/O | Die Ergebnisausgabe erfolgt über ein digitales I/O-Modul mit 24 V. Anzahl der Ein- und Ausgänge, Pegelart und Steckverbinder richten sich nach der gewählten Hardware und werden im Angebot festgehalten. |
| Prüfauslösung | Über einen handelsüblichen digitalen Sensor mit NPN-Ausgang – etwa eine Lichtschranke am Förderband – oder über einen Handtaster bei Handbeschickung. Eine Festlegung auf ein Fabrikat besteht nicht. |
| Verhalten im Fehlerfall | Bei Verbindungsverlust oder Neustart geht der Ergebnisausgang in einen definierten Zustand; ein Watchdog meldet den Ausfall an die Steuerung. Welcher Zustand das ist, wird bei der Inbetriebnahme mit dem Betreiber festgelegt. |
| Anlernen | Der Umfang richtet sich nach Prüfobjekt und Variantenbreite und wird bei der Inbetriebnahme festgelegt. Ein Anlernlauf selbst dauert Minuten, nicht Stunden. |
|---|---|
| Nachtrainieren | Eine bewusste, protokollierte Handlung: Auslösung nur mit entsprechender Berechtigung, jede Modellversion erhält eine eigene Kennung, die Vorversion bleibt erhalten. Der Rechenaufwand liegt im Minutenbereich; die Prüfung ruht solange. |
| Einrichtung zweiter Perspektive | Rund zwei Stunden. |
| Produktwechsel / Rezept | Angelernte Artikel werden am Gerät ausgewählt, die Umschaltung erfolgt in Sekunden. Das Anlegen eines neuen Artikels entspricht einem Anlernlauf. |
| Empfindlichkeit | Pro Produkt einstellbar, direkt im Livebild mit sofortiger visueller Rückmeldung. Die Einstellung ist gegen unbeabsichtigte Änderung geschützt und dem eingerichteten Personal vorbehalten. |
| Bedienung | Über eine Anzeige an der Prüfposition mit Livebild und Ergebnis, in deutscher Sprache. |
| Aufgezeichnete Felder | Je Prüfung werden Zeitstempel, Artikel, Ergebnis, Anomalie-Score, verwendeter Schwellwert und eine Referenz auf das Bild aufgezeichnet. |
|---|---|
| Ablage und Aufbewahrung | Protokoll und Bilder werden lokal auf dem Auswerterechner abgelegt. Aufbewahrungsdauer und Speicherbedarf richten sich nach Taktrate und Bildgrösse und werden bei der Auslegung festgelegt. |
| Export | Ein Export der Prüfdaten in ein übergeordnetes System ist über Dateiexport (CSV) möglich. |
| Änderungssicherheit | Die Prüfdaten werden fortlaufend geschrieben. Ein technischer Schutz gegen nachträgliche Veränderung auf Dateiebene besteht derzeit nicht; für validierungspflichtige Anwendungen ist das bei der Qualifizierung zu berücksichtigen. |
| Datenhaltung | Bilder und Protokolle verbleiben im Betrieb lokal auf dem Auswerterechner. Keine Cloud, keine Übertragung an Dritte. |