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Visuelle Anomaliedetektion

Jedes Prüfobjekt geprüft.
In Echtzeit.

KI-gestützte 100%-Kontrolle direkt an Ihrer Linie. Das System lernt den Normalzustand aus Gutteilen, macht Abweichungen davon sichtbar – auch völlig neue Fehlerbilder – und gibt ein OK/NOK-Signal an Ihre Steuerung. Ohne Cloud, ohne Sammeln und Labeln von Fehlerbildern.

Warum

Keine Fehlerbilder nötig

Klassische Systeme brauchen hunderte Beispiele jedes Fehlers. Gelernt wird hier ausschliesslich, wie ein gutes Prüfobjekt aussieht.

Alles bleibt im Haus

Die Auswertung läuft im Betrieb lokal auf Industrie-Hardware an der Linie. Keine Cloud, keine externen Server.

Eine Prüfposition genügt

Der Einstieg ist eine einzelne Prüfposition, keine Anlage. Je weitere Position kommt eine Softwarelizenz dazu.

Funktionsprinzip

  1. Gutteile aufnehmen – Aufnahmen von Prüfobjekten, wie sie sein sollen, direkt an der Prüfposition mit der spezifizierten Industriekamera.
  2. Normalzustand lernen – daraus entsteht ein Modell des Sollzustands. Kein Fehlerkatalog, kein wochenlanges Labeln.
  3. Bediener-Feedback (optional) – in der Einführungsphase bewertet der Bediener gezielt Grenzfälle, bis die gewünschte Trennschärfe erreicht ist. Danach wird das Modell eingefroren.
  4. Live prüfen – jedes Prüfobjekt wird im Produktionstakt geprüft, Abweichungen werden lokalisiert, markiert und protokolliert.
  5. Schlechtteil aussondern (optional) – Ansteuerung von Ausschussweiche, Luftdüse oder Signalleuchte.

Der Weg zur laufenden Prüfung

  1. Detektierbarkeits-Test mit Ihren Bildern – Sie sehen das Ergebnis, bevor Sie investieren.
  2. Pilotinstallation an einer Prüfposition – Einrichtung, Anlernen und Schulung vor Ort.
  3. Rollout – eine zusätzliche Softwarelizenz je weitere Prüfposition.
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Was Sie vorher wissen sollten

Das Referenzmodell will gepflegt sein

Verändern sich Produkt oder Aufnahmebedingungen schleichend, kann die Erkennungsleistung nachlassen. Das System erkennt solchen Drift und macht ihn sichtbar; ein Nachtraining dauert Minuten.

Empfindlichkeit ist Einstellungssache

Die Trennlinie zwischen «erkannt» und «Fehlalarm» wird pro Produkt eingestellt. Je deutlicher sich Gut und Schlecht unterscheiden, desto robuster die Trennschärfe.

Gute Bilder sind die halbe Erkennung

Kamera, Beleuchtung und Aufnahmegeometrie sind Teil der Auslegung und werden passend zur Prüfaufgabe spezifiziert, statt dem Zufall überlassen.

Prüfleistung

Erkennungsleistung Wird nicht pauschal angegeben. Trennschärfe hängt von Prüfobjekt, Fehlerbild und Aufnahmequalität ab und wird im Detektierbarkeits-Test an Ihren eigenen Bildern ermittelt – vor jeder Investitionsentscheidung.
Prüfumfang 100 % der zugeführten Prüfobjekte, keine Stichprobe.
Prüfperspektiven Bis zu zwei – zwei Ansichten eines Prüfobjekts oder zwei unabhängige Prüfpositionen, auch asynchron.
Kleinste detektierbare Abweichung Rund 6 Pixel in der Auswerteauflösung – bei 120 mm Sichtfeld auf 1200 Pixel Breite entspricht das etwa 0,6 mm. Kamera, Objektiv und Arbeitsabstand werden auf die kleinste relevante Fehlergrösse ausgelegt.

Lieferumfang und Abgrenzung

Im LieferumfangPrüfsoftware auf der passenden Industrie-Hardware, Inbetriebnahme an Ihrer Prüfposition, Anlernen auf Ihre Prüfobjekte, Schulung Ihrer Bediener.
Beim BetreiberBeschaffung und Einbau der Hardware, mechanische Integration, elektrischer Anschluss, Anbindung an die Steuerung.
ErweiterungJe weitere Prüfposition eine zusätzliche Softwarelizenz.
Erst prüfen, dann entscheiden. Ob sich Ihre Prüfobjekte automatisiert prüfen lassen, muss keine Glaubensfrage sein: 4 bis 64 Aufnahmen einwandfreier Prüfobjekte und rund zwanzig Testbilder genügen für eine belastbare Antwort. Ihre Bilder werden auf einem Server in der Schweiz verarbeitet (Amazon Web Services, Region Zürich), nur für Ihren Durchlauf verwendet und spätestens nach 30 Tagen gelöscht.
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Technisches Datenblatt
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Auswertung und Zeitverhalten

Auswertungsdauer 12 bis 150 ms je Prüfung, abhängig vom eingesetzten Auswerterechner. Der Wert bezeichnet die reine Auswertung eines bereits aufgenommenen Bildes (Inferenz). Bildaufnahme, Übertragung und Signalausgabe kommen anwendungsabhängig hinzu und werden bei der Auslegung der Prüfposition berücksichtigt.
Maximale Prüfrate Auf entsprechend ausgelegter Hardware bis zu 80 Prüfungen je Sekunde. Den Gesamttakt begrenzt in der Regel nicht die Auswertung, sondern das Zuführen und das Ausschleusen erkannter Schlechtteile.

Bildaufnahme

KameraNicht auf ein Fabrikat festgelegt. Eingesetzt werden industrietaugliche Kameras – bisher Modelle von IDS mit USB-Anbindung. Die Auswahl erfolgt anwendungs­spezifisch im Rahmen der Auslegung.
Auflösung und BildsensorTypisch 1 bis 5 Megapixel, monochrom; Farbe dort, wo das Fehlerbild es erfordert. Massgeblich ist, dass die kleinste relevante Fehlergrösse mit mindestens rund 6 Pixeln abgebildet wird.
Objektiv, Arbeitsabstand, SichtfeldAnwendungsspezifisch ausgelegt. Voraussetzung ist eine vibrationsarme Montage von Kamera und Beleuchtung – Schwingungen an der Prüfposition wirken sich unmittelbar auf die Erkennung aus.
BeleuchtungGesamtausleuchtung für ein schattenfreies Bild oder perspektivenspezifisch – je nach Anwendung. Blitz- oder Dauerlicht, Ansteuerung 24 V. Empfohlen wird diffuses LED-Ring- oder -Stablicht; die Auswahl richtet sich nach Prüfobjekt und Fehlerbild.
PositionierungPrüfposition mit geringer Positionsvarianz – das Prüfobjekt muss nicht exakt liegen, aber immer ähnlich.

Auswerterechner

PlattformDie Auswertung läuft auf handelsüblicher Industrie-Hardware. Bauform, Rechenleistung, Versorgung und Leistungsaufnahme, Abmessungen sowie Schutzart und zulässige Umgebungsbedingungen ergeben sich aus der bei der Auslegung gewählten Konfiguration und werden im Angebot festgehalten.
Betriebssystem und PflegeWindows. Pflege des Betriebssystems und Netzwerkeinbindung liegen beim Betreiber; Aktualisierungen der Prüfsoftware liefere ich.
Einfluss auf die PrüfrateDie gewählte Rechenleistung bestimmt, wo innerhalb der 12 bis 150 ms je Prüfung Ihre Anwendung liegt.

Einsatzbedingungen

Schutzart, Temperatur, LuftfeuchteErgeben sich aus der gewählten Hardware-Konfiguration – siehe «Auswerterechner».
Vibration und FremdlichtKamera und Beleuchtung sind vibrationsarm zu montieren; ständig wechselndes Fremdlicht an der Prüfposition ist auszuschliessen oder abzuschirmen. Das System überwacht die Aufnahmebedingungen laufend und warnt, bevor eine schleichende Veränderung die Erkennung beeinträchtigt.
Marty Solutions · Michel Marty · Quellenweg 4 · 5616 Meisterschwanden Stand: August 2026 · Änderungen vorbehalten
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Technisches Datenblatt
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Schnittstellen

ErgebnisausgabeOK/NOK-Signal an die Steuerung über Modbus TCP oder digitale I/O.
Modbus TCPDas System stellt Ergebnis, Status und Watchdog als Modbus-TCP-Register bereit. Die Registerbelegung wird bei der Inbetriebnahme dokumentiert und auf die Steuerung des Betreibers abgestimmt.
Digitale I/ODie Ergebnisausgabe erfolgt über ein digitales I/O-Modul mit 24 V. Anzahl der Ein- und Ausgänge, Pegelart und Steckverbinder richten sich nach der gewählten Hardware und werden im Angebot festgehalten.
PrüfauslösungÜber einen handelsüblichen digitalen Sensor mit NPN-Ausgang – etwa eine Lichtschranke am Förderband – oder über einen Handtaster bei Handbeschickung. Eine Festlegung auf ein Fabrikat besteht nicht.
Verhalten im FehlerfallBei Verbindungsverlust oder Neustart geht der Ergebnisausgang in einen definierten Zustand; ein Watchdog meldet den Ausfall an die Steuerung. Welcher Zustand das ist, wird bei der Inbetriebnahme mit dem Betreiber festgelegt.

Betrieb

AnlernenDer Umfang richtet sich nach Prüfobjekt und Variantenbreite und wird bei der Inbetriebnahme festgelegt. Ein Anlernlauf selbst dauert Minuten, nicht Stunden.
NachtrainierenEine bewusste, protokollierte Handlung: Auslösung nur mit entsprechender Berechtigung, jede Modellversion erhält eine eigene Kennung, die Vorversion bleibt erhalten. Der Rechenaufwand liegt im Minutenbereich; die Prüfung ruht solange.
Einrichtung zweiter PerspektiveRund zwei Stunden.
Produktwechsel / RezeptAngelernte Artikel werden am Gerät ausgewählt, die Umschaltung erfolgt in Sekunden. Das Anlegen eines neuen Artikels entspricht einem Anlernlauf.
EmpfindlichkeitPro Produkt einstellbar, direkt im Livebild mit sofortiger visueller Rückmeldung. Die Einstellung ist gegen unbeabsichtigte Änderung geschützt und dem eingerichteten Personal vorbehalten.
BedienungÜber eine Anzeige an der Prüfposition mit Livebild und Ergebnis, in deutscher Sprache.

Protokollierung und Daten

Aufgezeichnete FelderJe Prüfung werden Zeitstempel, Artikel, Ergebnis, Anomalie-Score, verwendeter Schwellwert und eine Referenz auf das Bild aufgezeichnet.
Ablage und AufbewahrungProtokoll und Bilder werden lokal auf dem Auswerterechner abgelegt. Aufbewahrungsdauer und Speicherbedarf richten sich nach Taktrate und Bildgrösse und werden bei der Auslegung festgelegt.
ExportEin Export der Prüfdaten in ein übergeordnetes System ist über Dateiexport (CSV) möglich.
ÄnderungssicherheitDie Prüfdaten werden fortlaufend geschrieben. Ein technischer Schutz gegen nachträgliche Veränderung auf Dateiebene besteht derzeit nicht; für validierungspflichtige Anwendungen ist das bei der Qualifizierung zu berücksichtigen.
DatenhaltungBilder und Protokolle verbleiben im Betrieb lokal auf dem Auswerterechner. Keine Cloud, keine Übertragung an Dritte.
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