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DAVINNCI · Software-Kurzübersicht
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DAVINNCI · Visuelle Anomaliedetektion

Anlernen. Prüfen.
Protokollieren.

Die Software für Ihre Prüfposition. DAVINNCI lernt den Normalzustand aus Gutteilen, beurteilt jedes zugeführte Prüfobjekt über bis zu acht Kameraansichten unter eigener, gesteuerter Beleuchtung und protokolliert jedes Ergebnis nachvollziehbar. Ohne Cloud, ohne Sammeln und Labeln von Fehlerbildern.

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Die Software
DAVINNCI

Anlernen, Prüfen, Bewerten und Protokollieren in einer Anwendung – bedient über eine Anzeige an der Prüfposition, in deutscher Sprache. Dieselbe Software läuft an jeder weiteren Prüfposition.

Mitgeltende Unterlage: Nutzen, Vorgehen, Prüfleistung, Lieferumfang, Schnittstellen zur Steuerung und Einsatzbedingungen der Prüfstation stehen im Datenblatt zum Prüfsystem.

Zwei Beschickungsarten, dieselbe Software

Kameras, Beleuchtung und Auswertung bleiben identisch – es ändert sich nur, wie das Prüfobjekt in die Prüfposition kommt und was den Prüfvorgang auslöst.

Handbestückt

Prüfobjekt einlegen, Taster drücken – die Zelle prüft und meldet das Ergebnis an Bediener und Signalleuchte.

Förderband-Addon

Das Prüfobjekt läuft ein, ein Sensor an der Prüfposition löst aus – kein Eingriff nötig.

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Funktionsprinzip

  1. Prüfposition einrichten – Perspektiven festlegen, Kameras zuordnen, Beleuchtung je Perspektive einrichten und real testen.
  2. Gutteile aufnehmen – Aufnahmen von Prüfobjekten, wie sie sein sollen, unter genau der Beleuchtung, unter der später geprüft wird.
  3. Normalzustand lernen – daraus entsteht je Perspektive ein Modell des Sollzustands. Kein Fehlerkatalog, kein wochenlanges Labeln.
  4. Prüfen auf Auslösung – jede Auslösung startet je Perspektive die Folge Licht ein → beruhigen → aufnehmen → Licht aus → beurteilen.
  5. Ergebnis ausgeben – Einzelergebnis an jeder Perspektive, Gesamtergebnis als Banner und auf der Signalleuchte. Abweichungen werden im Bild markiert.
  6. Bediener-Feedback (optional) – nach dem Prüfvorgang bewertet der Bediener gezielt Grenzfälle. Bestätigte Gutteile sammeln sich für ein späteres Nachtraining.

Prüfablauf und Zeitverhalten

Auslösung Je Beschickungsart: bei Handbestückung über den Taster an der Prüfposition, beim Förderband-Addon über den Sensor an der Prüfposition. Während eines laufenden Prüfvorgangs ist die Auslösung gesperrt: ein Vorgang, ein Ergebnis.
Ablauf je Perspektive Beleuchtung ein → Beruhigungszeit → Aufnahme → Beleuchtung aus → Beurteilung. Die Beruhigungszeit ist einstellbar und wird bei der Inbetriebnahme an der Anlage ermittelt.
Prüfmodus Wahlweise nacheinander – jede Perspektive unter ihrem eigenen Licht – oder gleichzeitig – alle Perspektiven in einem gemeinsamen Lichtfenster. Die Wahl wird bei der Einrichtung getroffen und ist danach fester Bestandteil der Kalibrierung.
Dauer eines Prüfvorgangs Die Beurteilung eines Bildes liegt bei 12 bis 150 ms, je nach Rechenleistung. Der Vorgang insgesamt hängt zusätzlich an der Anzahl Perspektiven und der Beruhigungszeit der Beleuchtung; er wird bei der Inbetriebnahme gemessen und im Abnahmeprotokoll festgehalten.
Verhalten bei Störung Bricht Beleuchtung, Aufnahme oder Beurteilung ab, wird kein Ergebnis gebucht – weder auf der Signalleuchte noch in der Statistik. Ein dunkles Bild wird nie zu einem Schlechtteil. Die Störung wird angezeigt und protokolliert.

Rechnerbedarf und Start

Prüfung der RessourcenVor dem Start prüft die Software, ob die geplante Zahl an Perspektiven in den verfügbaren Grafikspeicher passt. Reicht er knapp, weicht sie selbsttätig aus; reicht er nicht, verweigert sie den Start mit Klartextmeldung – statt im Betrieb auszufallen.
StartDie Software startet über eine Verknüpfung als eigenständiges Programm, ohne Konsolenfenster, und lädt das zuletzt verwendete Prüfprojekt selbsttätig.
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Bildaufnahme und Beleuchtung

KamerasEine je Perspektive, bis zu acht. Industrietaugliche Kameras; nicht auf ein Fabrikat festgelegt. Die Auswahl erfolgt anwendungs­spezifisch im Rahmen der Auslegung.
Zuordnung und WiedererkennungJede Kamera ist ihrem physischen Anschluss zugeordnet. Baugleiche Kameras werden dadurch sicher unterschieden. Lässt sich eine Zuordnung nicht zweifelsfrei auflösen, blockiert die Software und fordert die Zuordnung an, statt die falsche Kamera zu öffnen.
BildeinstellungenBelichtung, Verstärkung, Weissabgleich, Fokus und Objektivkorrektur werden je Perspektive eingestellt und festgehalten. Kamera-Automatiken bleiben abgeschaltet, damit das Bild über Wochen gleich bleibt.
BeleuchtungJe Perspektive ein eigener, von der Software geschalteter Kanal, bis zu acht. Jeder Schaltvorgang wird zurückgelesen und geprüft – schaltet das Licht nicht, meldet die Software eine Störung, statt ein dunkles Bild auszuwerten. Betrieb ohne gesteuerte Beleuchtung ist möglich.
PrüffeldJe Perspektive wird der auszuwertende Bildausschnitt festgelegt und im Livebild dauerhaft angezeigt.
PositionierungPrüfposition mit geringer Positionsvarianz – das Prüfobjekt muss nicht exakt liegen, aber immer ähnlich.

Bedienung und Ergebnisausgabe

BedienoberflächeAnzeige an der Prüfposition mit Livebild je Perspektive, in deutscher Sprache, für die Bedienung am Industrie-Panel ausgelegt. Alle Perspektiven nebeneinander; eine davon lässt sich gross in den Vordergrund holen.
ErgebnisanzeigeEinzelergebnis unmittelbar an jeder Perspektive, Gesamtergebnis als Banner. Abweichungen werden im Bild markiert; das Prüfbild bleibt stehen, bis der nächste Vorgang ausgelöst wird.
SignalleuchteDas Gesamtergebnis wird auf eine Signalleuchte an der Prüfposition ausgegeben – grün bei OK, rot bei NOK, mit einstellbarer Haltezeit und Ruhefarbe. Optional; die Software läuft auch ohne.
Ergebnis-Quittierung (optional)Jedes Ergebnis muss vom Bediener quittiert werden: OK bestätigen, NOK nach Sichtprüfung bestätigen oder eine Nachprüfung mit denselben Chargendaten auslösen. Die Entscheidung wird mitprotokolliert.
Anbindung an eine SteuerungDas Gesamtergebnis geht über Modbus TCP oder digitale I/O an die Steuerung. Registerbelegung, Signalpegel und das Verhalten im Fehlerfall stehen im Datenblatt zum Prüfsystem.
RuhezustandNach einstellbarer Zeit ohne Bedienung geht die Anzeige in einen Ruhezustand: das Ergebnis verschwindet, hinterlegte Arbeits­anweisungen laufen als Diaschau. Die erste Eingabe weckt nur auf und löst keine Prüfung aus.
Marty Solutions · Michel Marty · Quellenweg 4 · 5616 Meisterschwanden Stand: August 2026 · Änderungen vorbehalten
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Betrieb

AnlernenDer Umfang richtet sich nach Prüfobjekt, Variantenbreite und Anzahl Perspektiven und wird bei der Inbetriebnahme festgelegt. Ein Anlernlauf selbst dauert Minuten, nicht Stunden.
NachtrainierenEine bewusste, protokollierte Handlung: Auslösung nur mit entsprechender Berechtigung, wahlweise auf den bestehenden Bildern oder nach einer Neuaufnahme. Der Rechenaufwand liegt im Minutenbereich; die Prüfung ruht solange.
Perspektive ergänzenEin bestehendes Prüfprojekt lässt sich um weitere Perspektiven erweitern. Die neue Perspektive wird eingerichtet und angelernt, die bestehenden bleiben unberührt.
Schutz gegen unbemerkte ÄnderungWird an Kamera, Optik, Bildeinstellungen oder Prüfmodus etwas verändert, das die Beurteilung beeinflusst, sperrt die Software die betroffene Perspektive und verlangt entweder das Zurückstellen auf den angelernten Zustand oder ein Neu-Training. Die Abweichung wird feldweise angezeigt.
ProduktwechselAngelernte Prüfobjekte sind als Prüfprojekte hinterlegt – mit Artikelnummer, Halle, Maschine und Ersteller – und werden am Gerät ausgewählt. Das Anlegen eines neuen Prüfobjekts entspricht einem Anlernlauf.
EmpfindlichkeitJe Perspektive einstellbar, direkt im Livebild mit sofortiger visueller Rückmeldung. Die Einstellung ist gegen unbeabsichtigte Änderung geschützt und dem eingerichteten Personal vorbehalten.
BerechtigungenPrüfen ist ohne Anmeldung möglich. Einstellungen, Anlernen und Kamera-Einrichtung erfordern eine Anmeldung; nach einer Zeit ohne Bedienung wird selbsttätig abgemeldet.
Bediener-Feedback (optional)Nach dem Prüfvorgang bewertet der Bediener gezielt Grenzfälle. Bestätigte Gutteile sammeln sich; ab einer einstellbaren Menge schlägt die Software ein Nachtraining vor. Abschaltbar.

Protokollierung und Daten

PrüfprotokollJe Prüfung werden Zeitstempel, Artikel, Perspektive, Ergebnis, Anomalie-Score, verwendeter Schwellwert und eine Referenz auf das Bild aufgezeichnet – im Chargenbetrieb zusätzlich die Chargendaten und die Quittierung des Bedieners.
Chargendaten (optional)Vor jeder Prüfung lassen sich Los-Nummer, Entnahmezeitpunkt, Visum und Bemerkung erfassen. Die Maske ist für handelsübliche Barcode-Scanner ausgelegt.
TätigkeitsprotokollGetrennt vom Prüfprotokoll wird jede Tätigkeit und Änderung festgehalten: Anmeldung, Projekt- und Trainingsvorgänge, Kamerazuordnung und -einstellung, jede geänderte Einstellung mit altem und neuem Wert sowie Störungen. Die Einträge sind fortlaufend verkettet: jeder Eintrag trägt eine Prüfsumme über den vorhergehenden, eine nachträglich veränderte Zeile bricht die Kette.
Strikte TrennungPrüfergebnisse stehen nie im Tätigkeitsprotokoll, Tätigkeiten nie im Prüfprotokoll. Beide sind am Gerät einsehbar und filterbar.
Ablage und AufbewahrungProtokolle und Bilder werden lokal auf dem Auswerterechner abgelegt. Aufbewahrungsfristen und Mengengrenzen sind einstellbar; die Software räumt selbsttätig auf und überwacht den freien Speicherplatz.
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